Sonntag, 25. Juli 2010

Einleitung - Kakao made in Ecuador

Die besten Brownies ever habe ich nicht etwa in den USA oder in Europa gegessen, sondern in einem Kaffeehaus in Mindo, im feucht-sonnigen Nebelwald von Ecuador, rund 2 Stunden ausserhalb der Hauptstadt Quito. Brownies und dazu eine grosse heisse Tasse ungezuckerte Schokolade und dies mitten in einer Bananenplantage - ein unvergessliches Erlebnis für die Sinne!

Überhaupt haben Schokolade und sein Ursprungsprodukt Kakao in Ecuador eine lange Tradition. In der Provinz Manabi gibt es seit 150 Jahren Kakaoplantagen. Über ein Jahrhundert lang war Ecuador sogar der weltweit bedeutendste Produzent und Exporteur von Kakao. Mit dem Ausbruch des ersten Weltkriegs und im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts verlor Ecuador diese Position. Heute steht der Kakao bei den Exportprodukten Ecuadors immerhin wieder an fünfter Stelle. Ein kleiner Teil des Kakaos bleibt im Land und wird in der Region von Quito zu Schokolade verarbeitet. In den Supermärkten und Bioläden (ja!) in Quito sind verschiedenste Tafeln mit unterschiedlich hohen Kakaoanteilen, Pralinen und Trinkschokolade erhältlich. Mit rund USD 2.50 kostet eine Tafel ecuadorianische Schokolade etwa gleich viel wie in der Schweiz und ist zumindest für den ecuadorianischen Mittelstand erschwinglich. Für mich war die ecuadorianische Schokolade die einzige Rettung, um die anstrengenden nachmittäglichen Spanischstunden zu überstehen!

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen