<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5504899930588281276</id><updated>2011-08-02T23:17:55.007+02:00</updated><title type='text'>Fairtrade-Tagebuch Kakao</title><subtitle type='html'>Die Schweizerinnen und Schweizer sind Weltmeister im Schokolade-Konsum: 12,4 Kilogramm pro Kopf wurde 2008 in der Schweiz verspeist. Das ist rund ein Kilo im Schnitt mehr als in Deutschland. Was die wenigsten Wissen: wie sieht das Leben eines Kakaobauern aus? Wie entsteht Kakao? Max Havelaar-Mitarbeiterin Regula Weber verbringt vom 26. Juli an eine Woche auf der Fairtrade-Kakaokooperative Fortalezza del Valle in Ecuador. Jeden Tag berichtet sie hier im Fairtrade-Tagebuch von ihren Erlebnissen.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5504899930588281276/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Regula Weber</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14053262341841246222</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>7</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5504899930588281276.post-1843901097144784237</id><published>2010-07-31T00:38:00.004+02:00</published><updated>2010-08-02T09:19:09.040+02:00</updated><title type='text'>Fazit: Vom Land zurück in die Stadt</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1Y11CFu7I/AAAAAAAAAEE/uCQt-sCHJac/s1600/Mazorca+(Criollo).jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1Y11CFu7I/AAAAAAAAAEE/uCQt-sCHJac/s320/Mazorca+(Criollo).jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5498148401881398194" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nach vier Tagen im Centro de Acopio und auf den Kakaofeldern von Calceta und Umgebung sind nicht nur meine Notizbücher voll, sondern auch mein Herz. Die Menschen, ihre Arbeit und Sorgen, ihre Freude und ihr Stolz haben mir aufgezeigt, dass sich meine Arbeit in der Kommunikation von Fairtrade Max Havelaar in der Schweiz lohnt. Indem wir als Fairtrade-Organisation Kakao und andere Produkte aus dem fairen Handel vertreiben helfen, unterstützen wir die Entwicklung der Landwirtschaft in der südlichen Hemisphäre. Es hat mich besonders gefreut, dass ich auf dieser Reise viele Bauern kennengelernt habe, die in der zweiten Lebenshälfte zur Arbeit im Feld zurückkehren. Sie übernehmen die Felder ihrer Eltern oder kaufen sich Land und sind dabei glücklicher und zufriedener, als wenn sie in der Stadt irgendeiner schlecht bezahlten Arbeit nachgehen. Ich habe auch junge Leute getroffen, wie etwa Raffael, die jetzt schon im Feld Hand anlegen und sich auch eine Zukunft als Bauer vorstellen können. Auf  Menschen wie Raffael, Navor, Martin und Jacinto sind wir angewiesen, wenn wir in Europa weiterhin viel Kaffee trinken und Schokolade essen wollen!&lt;br /&gt;Voraussetzung dafür ist, dass die Produktion des Kakaos rentiert. Die Bauern hier wissen, dass ihr biologischer Criollo-Kakao oder „cacaonacional“, wie sie ihn hier auch nennen, weltweit sehr gefragt ist. Sie investieren in die Qualität und Quantität und werden dabei sowohl vom Staat, als auch von der Fairtrade-Organisation Fortalezza del Valle unterstützt. Alle Bauern sagen, es gehe ihnen viel besser als noch vor fünf Jahren, als sie ihr Produkt an Zwischenhändler verkaufen mussten und nicht wussten, was ihre Ware wert war. Die Fairtrade-Prämie ermöglicht die Kredite und damit ein Einkommen über das ganze Jahr hindurch. In den Augen der Bauern dürfte der Preis aber noch um einiges höher sein.&lt;br /&gt;Weiter ist mir aufgefallen, dass es unter den Bauern grosse Unterschiede gibt. Die einen pflegen und säubern ihre Bäume, wie wenn es ihre Kinder wären, andere Fincas machen eher einen verwilderten Eindruck, weil den Besitzern wohl nicht nur das Geld, sondern einfach auch die Lebensenergie fehlt. Die unterschiedliche Pflege schlägt sich natürlich direkt in der Ernte nieder. Der faire Handel will jedoch alle Menschen unterstützen. Dazu muss es ihm gelingen, noch näher an die individuellen Bauern heranzukommen. Sie sollen nicht nur von einem stabilen Preis, sondern auch von Schulungen in neuen Technologien und von Gesprächen mit anderen Bauern profitieren können. Aus diesem Grund will Fortalezza del Valle in jeder seiner fünf Regionen ein Centro de Acopio bauen. Damit es auch für Bauern wie Martin einfacher ist, zu einer persönlichen Unterstützung zu kommen. Den Schritt dazu muss natürlich jeder Bauer selber tun.&lt;br /&gt;Noch ein Wort zu den Frauen: Obwohl ich jedes Mal nachgefragt habe, scheint es in dieser Region so zu sein, dass die Landwirtschaft Männersache ist. Die Frauen helfen zwar in der Erntezeit, aber sonst arbeiten sie im und ums Haus. Das Essen wird auf offenen Holzfeuerstellen gekocht, die Wäsche oft von Hand gewaschen. Manchmal bleibt etwas Zeit und Geld, um Blühbüsche oder Blumen anzupflanzen. So hängt das Wohlbefinden einer ganzen Familie letztlich von der Rendite des Kakaofeldes ab.&lt;br /&gt;Damit schliesse ich meine Berichterstattung zum Kakaoanbau in der Region Manabi ab. Morgen geht’s zurück in die Kälte von Ecuadors Hauptstadt Quito.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5504899930588281276-1843901097144784237?l=fairtrade-tagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/feeds/1843901097144784237/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/2010/07/fazit-vom-land-zuruck-in-die-stadt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5504899930588281276/posts/default/1843901097144784237'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5504899930588281276/posts/default/1843901097144784237'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/2010/07/fazit-vom-land-zuruck-in-die-stadt.html' title='Fazit: Vom Land zurück in die Stadt'/><author><name>Regula Weber</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14053262341841246222</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1Y11CFu7I/AAAAAAAAAEE/uCQt-sCHJac/s72-c/Mazorca+(Criollo).jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5504899930588281276.post-1628630826911824933</id><published>2010-07-30T00:27:00.006+02:00</published><updated>2010-07-30T08:33:24.274+02:00</updated><title type='text'>Tag 4: Ein Tag im Centro de Acopio</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1XUSzpEcI/AAAAAAAAAD8/WCc7hwWNblg/s1600/Eingang+Centro+Acopio.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1XUSzpEcI/AAAAAAAAAD8/WCc7hwWNblg/s200/Eingang+Centro+Acopio.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5498146726246683074" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1XTytv_0I/AAAAAAAAAD0/kGoMK1eJ3pU/s1600/Isidoro+und+Luis.JPG"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1XTytv_0I/AAAAAAAAAD0/kGoMK1eJ3pU/s200/Isidoro+und+Luis.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5498146717632036674" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1XTpsYjQI/AAAAAAAAADs/DSG-ed_pND0/s1600/Arbeiter+im+centro+acopio,+Jos%C3%A9+Menenda.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1XTpsYjQI/AAAAAAAAADs/DSG-ed_pND0/s200/Arbeiter+im+centro+acopio,+Jos%C3%A9+Menenda.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5498146715210386690" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Den heutigen Tag verbrachte ich mehrheitlich am Computer im Centro de Acopio. Im Bürogebäude arbeiten drei Sekretärinnen, der Direktor sowie der Fairtrade-Verantwortliche. Die weissen Platten am Boden werden dann, wenn wir jeweils von den Feldern zurückkommen, von braunen Dreckspuren überzogen. Im Büro der äusserst elegant gekleideten Sekretärinnen tauchen regelmässig Bauern auf. In den Sommermonaten kommen sie, um einen Vorschuss zu bekommen, im Winter, um das Geld für den abgelieferten Kakao zu erhalten. Die Beträge werden in Checks ausbezahlt. Bei ihrem Gang ins Sekretariat traf ich heute Luis Mareira, 79, und seinen Schwager Isidoro Marin, 54. Ihre Finca ist rund eine halbe Stunde Autofahrt vom Centro de Acopio entfernt. Für den Transport taten sie sich mit Kollegen zusammen, die ein Auto haben. Nächster Halt sei die Bank. Luis und Mareira sagten mir: „Seit wir unseren Kakao nicht mehr an Zwischenhändler verkaufen, hat sich unser Leben verändert. Es geht uns gut mit diesem Zentrum.“ Im Moment haben sie jedoch Sorgen wegen des Klimas. Dieses Jahr war der Winter schon zu kalt und nun, im Sommer, regnet es viel zu viel. Aufgrund der hohen Feuchtigkeit kann der Kakao die Krankheit „Monilla“ bekommen. Wenn der Bauer nicht aufpasst, kann eine einzige Frucht eine ganze Hektare anstecken. „Das Klima ist das grösste Risiko“, sagt Isidoro. „Wenn man die Ernte verliert, verliert man alles.“ Aus diesem Grund wollte er auch nie einen Bankkredit aufnehmen, um mehr Land zu kaufen.&lt;br /&gt;Bei einem Rundgang im Freien traf ich dann auf den Angestellten José Menenda. Er ist einer der drei Angestellten, die das ganze Jahr über im Centro arbeiten. José ist „Mädchen für alles“: Er wägt den Kakao, schaufelt ihn in die Fermentationskisten, anschliessend in die Trocknungsanlage, dann in die Säcke. Wenn es trocken ist, werden die Schubladen, auf denen der Kakao liegt, hervorgezogen, regnet es, werden sie hineingeschoben. Um den Prozess zu beschleunigen, wird der Kakao mehrmals manuell gewendet und mit den Füssen gestampft. Als ich José fragte, was ihm an der Arbeit hier am besten gefalle, sagte er: „Alles!“ Er verdient im Monat USD 335 und hat eine Krankenversicherung. Davon kann er leben und seine drei Kinder unterstützen, die alle in der Schule oder an der Universität studieren. José erkundigte sich nach meiner Mütze von einer Kakao-Organisation in der Dominikanischen Republik. Wie gerne hätte ich sie ihm geschenkt! Doch da mein Aufenthalt in Ecuador noch nicht zu Ende ist, brauche ich sie noch. Josés gute Laune ist ansteckend. Ich werde sein Lachen noch lange nicht vergessen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5504899930588281276-1628630826911824933?l=fairtrade-tagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/feeds/1628630826911824933/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/2010/07/tag-4-ein-tag-im-centro-de-acopio.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5504899930588281276/posts/default/1628630826911824933'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5504899930588281276/posts/default/1628630826911824933'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/2010/07/tag-4-ein-tag-im-centro-de-acopio.html' title='Tag 4: Ein Tag im Centro de Acopio'/><author><name>Regula Weber</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14053262341841246222</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1XUSzpEcI/AAAAAAAAAD8/WCc7hwWNblg/s72-c/Eingang+Centro+Acopio.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5504899930588281276.post-4119052530208647269</id><published>2010-07-29T00:59:00.003+02:00</published><updated>2010-07-29T08:22:09.841+02:00</updated><title type='text'>Tag 3: Das grosse Los gezogen</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1bDQhWDNI/AAAAAAAAAEs/80kyKPiIngU/s1600/Navor+und+Jacinto.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1bDQhWDNI/AAAAAAAAAEs/80kyKPiIngU/s320/Navor+und+Jacinto.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5498150831621803218" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1bDIdK1BI/AAAAAAAAAEk/vByNZz2E02g/s1600/Kakaofeld.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1bDIdK1BI/AAAAAAAAAEk/vByNZz2E02g/s320/Kakaofeld.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5498150829456806930" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Heute besuchte ich die Bauern der Region Rio Chico. Ich hatte Glück, dass diese Fahrt überhaupt zustande kam, denn mein Begleiter Jacinto Poggi hatte zuerst abgesagt. So sass ich dann im Büro des Centrode Acopio und harrte der Dinge. Der Zufall wollte es, dass ich Jacinto über Mittag in Calceta antraf, als er gerade mit einem Polizisten verhandelte. Jacinto strahlte, als er mich sah. So, wie wenn er mit mir gerechnet hätte! Kurz entschlossen lud er mich zum Mittagessen an einem künstlichen, mit Palmen gesäumten Fischteich ein. Eine wahre Oase! Anschliessend quetschten wir uns zu dritt in seinen Lieferwagen und fuhren rund 1 Stunde in die Region Rio Chico. Jacinto ist Präsident der Asociacion Rio Grande, besitzt selber eine Kakao-Finca und ist emeritierter Professor der Universität Calceta. Auf dem Weg von Calceta nach Rio Grande schüttelte ich unzählige Hände. Jacinto scheint die ganze Region zu kennen! Überall stellte mich Jacinto nicht ohne Stolz als seinen Besuch aus der Schweiz vor. Ich sagte meinen Namen und erklärte kurz meine Aufgabe hier. Die Menschen – vom Garagisten, über den Hühnerfarmbesitzer, über die Leiterin des Sozialprojektes – alle begrüssten und beglückwünschten mich herzlich und fragten, wann ich denn wieder in die wunderschöne Provinz Manabi zurückkommen würde. Ob ich nicht hier Land kaufen und Kakaobäuerin werden wolle? Leider konnte ich diesbezüglich nichts versprechen... :-)&lt;br /&gt;Nun, unser erster Besuch an diesem warmen Nachmittag – zum ersten Mal schien die Sonne, und es wurde sofort tropisch heiss – galt Navor Zambrano. Er ist 74 Jahre alt, besitzt eine Hektare Kakao und kann zusammen mit seiner Frau davon leben. Sein Einkommen betrug letztes Jahr rund USD 4600. Dieses ist nur deshalb so hoch, weil Navor seinen Kakao sehr gut pflegt und mit neuen Sorten arbeitet. Als er die Farm vor 7 Jahren kaufte, wollte er zuerst Zitrusfrüchte anpflanzen. Doch Freunde rieten ihm davon ab. Im hochwertigen Criollo-Kakao liege das Potenzial, sagten sie. Bevor Navor sein Stück Land kaufte, arbeitete er 23 Jahre in Portoviejo als Hauswart an einer Schule. Doch dann änderte sich sein Leben: Er gewann in der Lotterie das grosse Los und konnte sich damit ein Stück Land erstehen. Heute verdient er mit der Landwirtschaft mehr als früher als Angestellter. „Das ist meine Welt, das ist mein Leben“, sagt Navor und strahlt. Er hat sich das ganze Wissen über den Kakaoanbau selber angeeignet. „Die Pflanze hat mich gelehrt“, erklärt er. Navor ist ein intelligenter Kerl. Er sieht in der Agrartechnologie ein grosses Potenzial und „tüfftelt“ gerne mit neuen Sorten. Seine Finca gilt mittlerweile als Vorzeigefarm. Sie ist so berühmt für ihre gute Entwicklung, dass schon Regierungsvertreter der Provinz Manabi vorbeikamen, um einen Augenschein zu nehmen. Navor offerierte uns zuckersüsse Orangen und Kokosnüsse. Da ich meine Heimreise nach Calceta mit dem öffentlichen Bus machte, überliess ich die Früchte dem Chauffeur. Ein toller Nachmittag, an dem doch noch alles gut kam. Manchmal braucht es einfach etwas Geduld und Gelassenheit...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5504899930588281276-4119052530208647269?l=fairtrade-tagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/feeds/4119052530208647269/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/2010/07/tag-3-das-grosse-los-gezogen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5504899930588281276/posts/default/4119052530208647269'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5504899930588281276/posts/default/4119052530208647269'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/2010/07/tag-3-das-grosse-los-gezogen.html' title='Tag 3: Das grosse Los gezogen'/><author><name>Regula Weber</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14053262341841246222</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1bDQhWDNI/AAAAAAAAAEs/80kyKPiIngU/s72-c/Navor+und+Jacinto.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5504899930588281276.post-2073328271971360544</id><published>2010-07-28T00:50:00.003+02:00</published><updated>2010-07-28T11:39:57.017+02:00</updated><title type='text'>Tag 2: Teilen mit zehn Brüdern</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE0-cpjpFgI/AAAAAAAAACk/0VFNKyzhCCo/s1600/Kakaofincas+oft+an+Flusslauf.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE0-cpjpFgI/AAAAAAAAACk/0VFNKyzhCCo/s200/Kakaofincas+oft+an+Flusslauf.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5498119382001849858" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE0-cSJgYJI/AAAAAAAAACc/QxVKdpDw6qs/s1600/Haus+Martin+Zambrano.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE0-cSJgYJI/AAAAAAAAACc/QxVKdpDw6qs/s200/Haus+Martin+Zambrano.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5498119375718211730" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE0-cF8Ti8I/AAAAAAAAACU/Kb7-b9BjDDs/s1600/Martin+Zambrano.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE0-cF8Ti8I/AAAAAAAAACU/Kb7-b9BjDDs/s200/Martin+Zambrano.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5498119372441619394" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Heute war ich den ganzen Tag bei den Kakaobauern der Region Quiroga. Quiroga ist ein 5000-Seelen-Dorf, mit dem Auto rund eine halbe Stunde weg vom Centro de Aciopio von Calceta. Die zu dieser Asociation gehörenden Kakaobauern leben jedoch bis zu 8 Stunden entfernt vom Centro. Um die Bauern besser unterstützen zu können, baut die Kooperative derzeit ein eigenes Verarbeitungszentrum ausserhalb von Quiroga. Bis zur Ernte im Oktober wird es bereit sein.&lt;br /&gt;Bei meinen Besuchen auf den Kakaofincas lernte ich heute Martin Zambrano kennen. Seine Felder befinden sich in der Nähe eines Flusses, ringsum ist es üppig grün. Eine herrliche Landschaft, die sehr fruchtbar ist. Martin ist rund 60-jährig, 3 seiner Kinder sind schon verheiratet, eines lebt noch bei ihm. Martin hat sein ganzes Leben hier verbracht. Zurzeit bekommt er von der Regierung ein neues Haus finanziert. Was mit dem alten Haus passiert ist, habe ich leider auf Spanisch nicht richtig verstanden. Die Bauzeit für ein einfaches Holzhaus mit einem Dach aus Palmblättern dauert rund einen Monat. Seine dreiköpfige Familie lebt von 1 Hektare Kakao, dazu noch etwas Viehzucht sowie Früchte und Kaffee für den lokalen Markt.&lt;br /&gt;Doch warum besitzt Martin so wenig Land? Martin hat 10 Brüder. Als die Eltern starben, wurde das Land aufgeteilt. Diese Praxis ist in Ecuador üblich. Lieber wird das Land aufgeteilt, als dass die Geschwister zusammen die Finca ihres Vaters weiterführen. Um sich gegenseitig auszubezahlen, fehlen oft die Mittel.&lt;br /&gt;Kakao ist für Martin das wichtigste Produkt, weil er ihn zu einem stabilen Preis an die Fairtrade-Organisation verkaufen kann. Rund USD 1000 wird er aus der Kakao-Ernte einnehmen. Doch während andere Bauern in den Sommermonaten Zitrusfrüchte und Kaffee ernten, sind die Bäume von Martin, abgesehen von ein paar Kaffeefrüchten, einfach leer. „Somospobre“, stellt Martin fest. Was ist passiert? Seine Kakaobäume sind alt, und der letzte Winter war hart. Sie sind nicht mehr so produktiv wie früher und tragen kaum Früchte. Die Mandarinen hatten eine Krankheit und starben ab, Martin weiss nicht genau warum. Vielleicht wegen der Kälte und dem vielen Regen der letzten Monate.&lt;br /&gt;Martins Augen sind rot und traurig, sein Gesicht sorgenvoll. Wie wird nun ein Bauer wie Martin von der Kooperative unterstützt? Einerseits bekommt er für die Sommermonate einen Vorschuss von 150 Dollar. Dieser ist zweckgebunden und muss in den Kakaoanbau investiert werden. Andrerseits wird Martin 2 Mal im Jahr vom Qualitätsverantwortlichen der Kooperative besucht. Zudem hat er Anrecht auf technische Unterstützung – Bäume schneiden und andere maschinelle Arbeit - an 4 Tagen/Jahr. Im Krankheitsfall kann er Geld aus dem „Fondo Salud“ beantragen. Die Weiterbildungsveranstaltungen der Organisation kann Martin nicht besuchen. Es fehlt ihm das Geld für den Bus und vermutlich auch die Energie. Bereits für die Ernte dieses Jahres wird er aber seinen Kakao im neuen Verarbeitungszentrum der Region Quiroga abliefern können. Vielleicht wird es dann auch für Martin einfacher, an den Weiterbildungen teilzunehmen und auch mal einen Schwatz mit anderen Bauern zu halten. Nachdenklich verlasse ich das Feld von Martin. Die Bilder von den leeren Bäumen wollen mir nicht mehr aus dem Kopf.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5504899930588281276-2073328271971360544?l=fairtrade-tagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/feeds/2073328271971360544/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/2010/07/tag-2-teilen-mit-zehn-brudern.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5504899930588281276/posts/default/2073328271971360544'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5504899930588281276/posts/default/2073328271971360544'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/2010/07/tag-2-teilen-mit-zehn-brudern.html' title='Tag 2: Teilen mit zehn Brüdern'/><author><name>Regula Weber</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14053262341841246222</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE0-cpjpFgI/AAAAAAAAACk/0VFNKyzhCCo/s72-c/Kakaofincas+oft+an+Flusslauf.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5504899930588281276.post-3938466850394702485</id><published>2010-07-27T00:45:00.003+02:00</published><updated>2010-07-27T09:08:00.033+02:00</updated><title type='text'>Tag 1: Gelebte Demokratie</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1aO60hUwI/AAAAAAAAAEM/oTf6f9-pClk/s1600/reunion+extraordinaria.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1aO60hUwI/AAAAAAAAAEM/oTf6f9-pClk/s320/reunion+extraordinaria.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5498149932443456258" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;An meinem zweiten Besuchstag konnte ich live erleben, wie die von Fairtrade vorausgesetzte demokratische Struktur in der Organisation Fortalezza del Valle gelebt und umgesetzt wird. Der Präsident David Sabando lud alle gewählten Vertreter der zu Fortalezza gehörenden Kooperativen oder „Asocianiones“ zu einer ausserordentlichen Sitzung ein. Thema: Die Vergabe von Krediten an die Produzenten. Da der Kakao nur von Oktober bis März geerntet und verkauft werden kann, haben viele kleine Kakaobauern in den Sommermonaten regelmässig ein Liquiditätsproblem. Damit sie in dieser Zeit trotzdem ein Einkommen aus dem Kakaoanbau haben, vergibt die Organisation ihren Mitgliedern Kredite. &lt;br /&gt;Rund eine halbe Stunde vor Beginn der Sitzung tröpfeln die Bauern langsam ein und setzen sich gemütlich auf die Stühle vor dem Kooperativen-Büro. Kurz nach 14h schnappt sich jeder „socio“ seinen Stuhl und begibt sich in einen Raum neben der Kakaolagerhalle, der unter anderem auch als Velogarage dient. Der Präsident eröffnet die Sitzung, stellt auch mich, den Gast aus der Schweiz, vor und übergibt dann das Wort an den Fairtrade-Manager. Dieser liest von einem Zettel ein paar Zahlen ab und beantragt die Umlagerung der Prämiengelder und eine Erhöhung dieses Kreditpostens. Die Bauernversammlung stimmt schliesslich dem Antrag mit Handerheben zu, nachdem rund eine halbe Stunde jeder „socio“ mindestens einmal das Wort ergreift. Der Präsident muss seine engagiert diskutierenden „companeros“ immer wieder zu Recht weisen. Als einige gegen Schluss den Raum vorzeitig verlassen wollen, weil es nicht so klar ist, ob die offizielle Sitzung schon zu Ende ist oder nicht, ruft er sie freundlich, aber bestimmt wieder an ihren Platz zurück. Unverhofft komme dann auch ich noch zu einem Auftritt: Ich packe mein bestes Spanisch hervor und erkläre den Bauern, dass ich sie gut verstehe, dass sie ihren qualitativ hochwertigen und arbeitsintensiven Bio-Kakao zu einem besseren Preis verkaufen möchten. Ich weise jedoch darauf hin, dass auch in der Schweiz der Preis ein wichtiges Thema sei. Wird die Differenz zwischen der Fairtrade- und der konventionellen Schokolade zu hoch, besteht die Gefahr, dass weniger Fairtrade-Schokolade verkauft wird, was auch nicht im Sinn der Bauern wäre. Die Bauern quittieren meine kurze Rede mit einem anerkennenden Nicken. Uff!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5504899930588281276-3938466850394702485?l=fairtrade-tagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/feeds/3938466850394702485/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/2010/07/tag-1-gelebte-demokratie.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5504899930588281276/posts/default/3938466850394702485'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5504899930588281276/posts/default/3938466850394702485'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/2010/07/tag-1-gelebte-demokratie.html' title='Tag 1: Gelebte Demokratie'/><author><name>Regula Weber</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14053262341841246222</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1aO60hUwI/AAAAAAAAAEM/oTf6f9-pClk/s72-c/reunion+extraordinaria.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5504899930588281276.post-813781457424141468</id><published>2010-07-26T09:26:00.005+02:00</published><updated>2010-07-26T14:57:47.626+02:00</updated><title type='text'>Reise Quito-Monabi</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1biu3oVpI/AAAAAAAAAE0/YuRYobCbE8Y/s1600/Alfonso+und+Regula.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1biu3oVpI/AAAAAAAAAE0/YuRYobCbE8Y/s320/Alfonso+und+Regula.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5498151372344284818" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mit einer rund sechsstündigen Busfahrt von der Hauptstadt Quito in die Provinz Monabi habe ich mich heute auf die Reise an den Ursprung des zuckersüssen Traums von Mindo gemacht. Die Reise war ein Abenteuer für sich! Zuerst eine zweistündige Bergabfahrt mit hunderten von Kurven hinunter von den Bergen in das flachere Küstengebiet. Die Vegetation änderte sich von Stunde zu Stunde: Vom dichten Mischwald im Hochland bis hin zu den Bananenplantagen in der Ebene. Überall aber ist es üppig grün. Plötzlich schreckte ein Schlag auf das rechte Hinterrad die ganze Belegschaft auf. Der Buschauffeur stoppte, nahm einen Augenschein und informierte uns, dass das Rad gewechselt werden müsse. Dies geschah dann flott und effizient bei der nächsten Garage. Kurz danach gab es einen „Almuerzo“-Halt und die ganze Belegschaft des Busses ass im „Autobahnrestaurant“ ein warmes Mittagessen für rund USD 1. &lt;br /&gt;Nach rund 6 Stunden traf ich an meinem Zielort Chone ein. David Zabando, der Präsident der Organisation Fortalezza del Valle holte mich mit dem Taxi ab. Mit seinen rund 30 Jahren war er viel jünger als ich erwartet hatte. David  begrüsste mich mit einer herzlichen Umarmung. Wir fuhren direkt in das Centro Acopio der Kooperative. Hier wird der Kakao angeliefert, fermentiert, getrocknet und für den Export abgefüllt. Im Centro Acopio herrschte Betrieb, obwohl es Sonntag war. Auch der Direktor Berto Zembrano war anwesend, begrüsste mich herzlich und hatte Zeit, um ein bisschen zu plaudern. Man erwartete an diesem Tag noch eine Delegation von italienischen Schokoladeproduzenten. Als diese eintrafen, besichtigten wir zusammen die Anlage und besuchten anschliessend noch zwei Kakaofincas. Ich genoss es sehr, nach dem Stadtleben in Quito Erde unter meinen Füssen zu spüren. Die reiche Vegetation auf diesen Plantagen ist einfach herrlich! Langsam wurde es dunkel, und David fuhr mich zu meinem Hotel in der emsigen Kleinstadt Calceta. Das Zimmer war unmittelbar neben einer Tankstelle und hatte kein Fenster. Die Nacht war entsprechend kurz…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5504899930588281276-813781457424141468?l=fairtrade-tagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/feeds/813781457424141468/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/2010/07/reise-quito-monabi.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5504899930588281276/posts/default/813781457424141468'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5504899930588281276/posts/default/813781457424141468'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/2010/07/reise-quito-monabi.html' title='Reise Quito-Monabi'/><author><name>Regula Weber</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14053262341841246222</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_G7SPCxIuma8/TE1biu3oVpI/AAAAAAAAAE0/YuRYobCbE8Y/s72-c/Alfonso+und+Regula.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5504899930588281276.post-4122042167089594973</id><published>2010-07-25T09:53:00.000+02:00</published><updated>2010-07-26T09:30:14.261+02:00</updated><title type='text'>Einleitung - Kakao made in Ecuador</title><content type='html'>Die besten Brownies ever habe ich nicht etwa in den USA oder in Europa gegessen, sondern in einem Kaffeehaus in Mindo, im feucht-sonnigen Nebelwald von Ecuador, rund 2 Stunden ausserhalb der Hauptstadt Quito. Brownies und dazu eine grosse heisse Tasse ungezuckerte Schokolade und dies mitten in einer Bananenplantage - ein unvergessliches Erlebnis für die Sinne!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überhaupt haben Schokolade und sein Ursprungsprodukt Kakao in Ecuador eine lange Tradition. In der Provinz Manabi gibt es seit 150 Jahren Kakaoplantagen. Über ein Jahrhundert lang war Ecuador sogar der weltweit bedeutendste Produzent und Exporteur von Kakao. Mit dem Ausbruch des ersten Weltkriegs und im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts verlor Ecuador diese Position. Heute steht der Kakao bei den Exportprodukten Ecuadors immerhin wieder an fünfter Stelle. Ein kleiner Teil des Kakaos bleibt im Land und wird in der Region von Quito zu Schokolade verarbeitet. In den Supermärkten und Bioläden (ja!) in Quito sind verschiedenste Tafeln mit unterschiedlich hohen Kakaoanteilen, Pralinen und Trinkschokolade erhältlich. Mit rund USD 2.50 kostet eine Tafel ecuadorianische Schokolade etwa gleich viel wie in der Schweiz und ist zumindest für den ecuadorianischen Mittelstand erschwinglich. Für mich war die ecuadorianische Schokolade die einzige Rettung, um die anstrengenden nachmittäglichen Spanischstunden zu überstehen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5504899930588281276-4122042167089594973?l=fairtrade-tagebuch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/feeds/4122042167089594973/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/2010/07/einleitung-kakao-made-in-ecuador.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5504899930588281276/posts/default/4122042167089594973'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5504899930588281276/posts/default/4122042167089594973'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://fairtrade-tagebuch.blogspot.com/2010/07/einleitung-kakao-made-in-ecuador.html' title='Einleitung - Kakao made in Ecuador'/><author><name>Regula Weber</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14053262341841246222</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
